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Samstag, 16. Dezember 2017
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Raphael: Don in Winterthur

Als ich auf DuckMania las, dass Don Rosa auf Signiertour in Deutschland gehen sollte, stand für mich sofort fest, dass ich diese Gelegenheit nicht verpassen würde. Da ich in der Schweiz wohne, befasste ich mich schon mit dem Gedanken, wie ich wohl anreisen soll. Doch auch ein Termin in der Schweiz stand fest! Zu meinem Glück kam es dann auch noch so, dass der Termin genau in den Schulferien stattfand (ich bin im Gymnasium, was in Deutschland die 9. Klasse wäre). Ich gab meinem Vater frühzeitig Bescheid, sodass er sich den Termin freinehmen konnte.
So fuhren wir am 3. Oktober von meinem Wohnort, Basel, nach Winterthur, welches ca. 100 km von Basel entfernt liegt. Natürlich nervte es mich ein wenig, dass es nicht in Basel stattfand, da dies eine größere Stadt, mit einem größeren Comic-Shop ist, doch ein echter Don-Rosa-Fan lässt sich durch so etwas nicht vom Weg abbringen.
Als wir in Winterthur ankamen, war bereits der halbe Comic-Shop mit Leuten gefüllt, obwohl die Signierstunde erst in einer Viertelstunde anfangen sollte. Jeder, der ein Autogramm haben wollte, musste sich eine Nummer an der Kasse abholen, wir bekamen die Nummer 30. Don Rosa kam sehr pünktlich an und setzte sich zusammen mit dem Comic-Shop-Besitzer und dem Organisator der Tour an einen Tisch. Mittlerweile war der Laden schon fast bis auf die Straße mit Leuten gefüllt; kein Wunder, wenn man bedenkt, dass dies der einzige Termin in der Schweiz war.
Ich konnte beobachten, wie Don zeichnete und signierte, machte ein paar Fotos und sogar einen kleinen Film, wie er gerade Dagobert mit Dollar-Zeichen in den Augen zeichnete.

Ich merkte mir dabei die Weise, wie er zeichnete, um sie dann vielleicht einmal nachzuahmen. Don zeichnete und schrieb ganze 1 1/2 Stunden lang, so viel Zeit ließ er sich für 20 Personen. Als man ihm sagte, dass nur noch eine halbe Stunde Zeit übrig war, war er selbst auch ganz erstaunt und betrachtete seine Uhr ungläubig. Was ich leider sehr Schade fand, war, dass er durch die Zeitbegrenzung nur den ersten 25 eine Zeichnung anfertigen konnte. Als wir dann pünktlich zum eigentlichen Schluss der Signierzeit an die Reihe kamen, bekam ich zwei Unterschriften von ihm in meine Alben. Dabei handelte es sich um die Ausgabe 0 und die Nummer 32, welche gerade dort zu kaufen war.

Ich bekam sogar noch eine Unterschrift für meinen Bruder und eine für meinen Cousin. Wir verabschiedeten uns und ich schüttelte ihm zum Abschied die Hand. Ich war sehr glücklich, obwohl es nicht mehr für eine Zeichnung gereicht hat. Wir mussten uns einen Weg durch die Menge, bestimmt noch 30 Leute, bahnen. Die Organisatoren hatten jedoch abgemacht, dass nicht einfach so unterbrochen wird, sondern dass zumindest jeder noch eine Unterschrift bekommen sollte. Wir verließen den Comic-Shop in die nassen und regnerischen Gassen von Winterthur und fuhren gemütlich wieder nach Hause. Es war ein geniales Erlebnis, Don Rosa persönlich zu treffen und ihm beim Zeichnen ein wenig über die Schultern zu schauen.

Raphael M.

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