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Montag, 26. Juni 2017
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Schund und Schätze

Erstveröffentlichung: Kalle Anka & Co. / Donald Duck & Co. 43/2003, 20. Oktober 2003 (Schweden / Norwegen)

Originaltitel: Trash And Treasure

Deutsche Veröffentlichungen in: Micky Maus 46/2003, Onkel Dagobert 30

D.U.C.K.-Widmung: Die Duck-Widmung ist diesmal ziemlich ungewöhnlich: Die Buchstaben sind ineinander verschlungen auf einem der Bücher im ersten Panel.

Story: Donald kommt in den Geldspeicher, um seinen Lohn abzuholen, obwohl er frei hat. Fräulein Rührig ist allerdings ziemlich in Eile. Sie muss das Riechsalz holen, um Dagobert aufzuwecken. Der fiel nämlich in Ohnmacht, als sie ihm vorschlug, den alten Bürokram wegzuwerfen.
Donald übernimmt diesen Fall und durchsucht mit Dagobert den Müll. Als Dagobert einsieht, dass der Schund weg kann, muss Donald diesen wegbringen. "Pah! Und das an meinem freien Tag. Sklaventreiber!" Dagobert liest Zeitung und merkt, dass eine Versteigerung von historischen Büroartikeln stattfindet. Dazu gehört auch etwas, dass er gerade ausgemistet hat. Er sucht Donald auf und fragt ihn, wo die Kiste mit seinen Sachen ist. Natürlich hat Donald den "Müll" inzwischen weggeworfen und - wie könnte es anders sein - die Tonne ist auch schon geleert worden. So suchen sie also den Mülltransporter auf und kaufen die Ladung kurzerhand.
Allerdings ist die Kiste nicht da. Die beiden fahren zurück zum Geldspeicher und erfahren dort von einem Straßenkehrer, dass er dafür bezahlt wird, den Müll, der aus Dagoberts Bürogebäude kommt, in die Kanalisation wirft. Klar, dass Donald und Dagobert sofort den nächstbesten Gully herunterklettern. Unten angelangt hat sich schon ein Panzerknacker die Kiste geschnappt. Dagobert reißt sie an sich und flieht an die Oberfläche. Ein Polizist hört, dass die Panzerknacker Dagobert wegen Müll verfolgen. Daraus schließt er dummerweise, dass es sich um Schauspieler und versteckte Kameras handelt. Daraufhin wird Dagobert "festgenommen" und auf die Wache gebracht, damit die Kollegen des Parkwächters auch ins Fernsehen kommen. Donald indessen verfolgt die Panzerknacker und kann die Kiste doch noch bekommen. Er sucht den "wertvollen Gegenstand", da der Müll - rechtlich gesehen - ihm gehört. "Du hast weggeworfen und ich hab gekramt, klar?" Der Auktionator kommt, und da Donald denkt, eine von ihm entdeckte Briefmarke wäre der Schatz, zeigt er sie dem Auktionator. Dabei wirft er (absichtlich) den anderen Krempel vom Tisch und gibt somit den Besitz auf. Dagobert zieht daraufhin den echten Schatz - 12 "Kleckser Royal"-Füller aus dem Jahre 1910 - hervor. Daraufhin erstarrt Donald zur Salzsäule und kippt um.

Meinung: "Schund und Schätze" ist eine von Dons schwächeren Gagstories. Zwar ist die Handlung insgesamt gesehen ganz witzig, aber es gibt fast nichts wirklich Überraschendes. Und der Running-Gag mit dem nach Fisch riechenden Donald nervt auch ein paar Seiten.
Zudem mangelt es leider an den Rosa-typischen Hintergrundgags, die sonst immer dazu führen, dass man bei jedem Lesen einer Geschichte etwas Neues entdeckt. Schade! Ich habe mir von dieser Geschichte eigentlich mehr erwartet. Man merkt, dass sich Don bei den von ihm ungeliebten, kürzeren Geschichten in letzter Zeit wohl nicht mehr so viel Mühe gibt...
Die Zeichnungen sind aber natürlich in gewohnter Qualität.

Fazit: Eine 13-seitige Geschichte, sehr detailliert und einige Gags im Hintergrund.

Henry
Mit einem Kommentar von Jano Rohleder ("Meinung")

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